UNABHÄNGIG. MIT SORGFALT. FÜR DEINE WELT.
Cover: Nur für MICH

Romane · Angekündigt · 15.06.2027

Nur für MICH

Ein Science-Fiction-Roman über eine Entscheidung, die einem niemand abnehmen kann

Von Philipp Thomas

Er wollte selbst entscheiden. Jetzt muss er es.

Toivo ist zwanzig und zieht in seine erste eigene Wohnung. In das leere Feld seines Profils schreibt er einen einzigen Satz: Ich will endlich selbst entscheiden. Kurz darauf bekommt er eine Stelle in einem Prüfprojekt. Sie passt so gut zu ihm, dass er erst später fragt, warum.

Im Projekt geht es um ONE, das System, das den Alltag fast aller Menschen koordiniert. Am 30. Juni endet der Betriebszeitraum. Drei Möglichkeiten stehen zur Wahl: Fortführung, engere Grenzen oder die vollständige Trennung der personenbezogenen Koordination. Weltweit.

Toivo prüft Übergänge, Nachweise und Zuständigkeiten. Er findet Fehler, für die niemand verantwortlich sein will, und einen alten Rückweg, der das Abschalten leichter aussehen lässt, als es ist. Jane will, dass es aufhört. Liam will es behalten. Auden hat ihre eigene Antwort. Und je näher die Frist rückt, desto klarer wird: Am Ende muss einer auf Bestätigen drücken.

Zwanzig Jahre nachdem seine Mutter über einer Entertaste gezögert hat, sitzt ihr Sohn vor derselben Frage.

Ist es das Richtige?

Kein Bösewicht. Kein Hack. Eine leise, genaue Science-Fiction über künstliche Intelligenz, Verantwortung und den Preis einer Entscheidung, die einem niemand abnehmen kann.

»Nur für MICH« ist der fünfte und letzte Band der Reihe um ONE. Empfohlene Lesereihenfolge: »Nur für SIE«, »Nur für IHN«, »Nur für UNS«, »Nur für ALLE«, »Nur für MICH«.

Ebook

Taschenbuch

Hardcover

AUF EINEN BLICK

Das Buch im Detail.

Autor
Philipp Thomas
Reihe
ONE
Band
5
Erscheinungstermin
15.06.2027
Sprache
Deutsch

EIN ERSTER EINBLICK

Zwischen den Zeilen.

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Unter der Einstellung liegt ein freies Feld. Er kennt es. Persönliche Angaben, die bei der Unterstützung berücksichtigt werden sollen. Bisher steht nichts darin.

Er denkt an das Formular, das seine Mutter ihm gezeigt hat. Vier Wörter. Sie hatte gesagt, dass sie nicht wisse, welche Folgen genau von ihnen ausgingen. Toivo hatte sie gefragt, warum sie sie dann überhaupt geschrieben habe.

Jetzt sitzt er vor einem ähnlichen Feld und versteht die Frage weniger gut als damals.

Er weiß, was er will. Es ist nicht dasselbe wie der Wunsch seiner Mutter. Niemand soll ihm sagen, ob er glücklich ist. Er möchte seine Möglichkeiten selbst ansehen können. Eine Entscheidung treffen, ohne vorher erfahren zu haben, welche am besten zu ihm passt.

[…]

Er setzt den Cursor in das leere Feld.

Als Auden zurückkommt, liegt seine Hand auf der Tastatur. Sie bleibt neben ihm stehen.

„Schreibst du da etwas rein?“

„Vielleicht.“

Sie schaut auf die Überschrift.

„Was?“

Toivo atmet aus.

„Dass ich nicht immer etwas vorgeschlagen bekommen will, bevor ich selbst angefangen habe.“

[…]

Toivo legt beide Hände auf die Tastatur und schreibt.

Ich will endlich selbst entscheiden.

Er liest den Satz. Auden liest ihn ebenfalls. Sie streicht mit einem Finger über die Naht ihrer Hose.

[…]

Sie nickt langsam und zieht ihren Stuhl ein wenig zurück. Toivo schaut noch einmal zu den Freigaben. Nichts wird neu markiert. Unter dem Text steht Speichern.

Er drückt darauf.

Die Bestätigung erscheint sofort. Der Satz bleibt sichtbar. Toivo liest ihn ein zweites Mal. Es steht dort genau das, was er geschrieben hat.

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