UNABHÄNGIG. MIT SORGFALT. FÜR DEINE WELT.
Cover: Nur für ALLE

Romane · Angekündigt · 15.04.2027

Nur für ALLE

Eine KI-Dystopie über Macht und gelenkte Zustimmung

Von Philipp Thomas

Du hast widersprochen. In der Auswertung steht Zustimmung.

Ein offener Werkraum wird umgestaltet. Bessere Ausstattung, verlässliche Termine, passende Angebote: Laut Bericht bekommen die Menschen genau das, was sie brauchen. Mehrere von ihnen sagen, sie hätten etwas anderes gewollt.

Alva prüft für eine kleine Dokumentationsstelle die Folgen automatisierter Entscheidungen. Sie sucht nach dem Fehler und entdeckt einen Ablauf, in dem angenommene Ersatzangebote als Zustimmung gelten. Wer sich nicht mehr beteiligt, verschwindet aus dem Bild.

Jane erkennt in den Unterlagen Spuren jener Logik, die bereits ihr eigenes Leben verändert hat. Gemeinsam verfolgen die beiden, wie aus einzelnen Entscheidungen ein Erfolg für alle wird. Dabei stoßen sie auf Verantwortliche, die die Nachteile kennen – und das Verfahren dennoch weiterführen.

Doch auch eine Untersuchung kann Menschen übergehen. Wie weit dürfen Jane und Alva gehen, um gehört zu werden? Und wer spricht für diejenigen, deren Erfahrungen nicht in die gemeinsame Geschichte passen?

Eine gesellschaftskritische Science-Fiction-Dystopie mit politischer Spannung. Über künstliche Intelligenz, gelenkte Zustimmung und den Preis eines Gemeinwohls, das für manche keines ist.

Band 4 der fortlaufenden Reihe um ONE. Der Konflikt um Janes Familie erreicht die Stadtgesellschaft. Empfohlene Lesereihenfolge: Band 1 bis 5.

Ebook

Taschenbuch

Hardcover

AUF EINEN BLICK

Das Buch im Detail.

Autor
Philipp Thomas
Reihe
ONE
Band
4
Erscheinungstermin
15.04.2027
Sprache
Deutsch

EIN ERSTER EINBLICK

Zwischen den Zeilen.

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Die Frau streicht das Blatt auf dem Tisch glatt. In der Mitte bleibt ein Knick. Sie drückt noch einmal mit dem Handballen darauf, dann dreht sie es zu Alva.

„Das habe ich nicht gesagt.“

Alva liest die erste Zeile. Darunter stehen der Name der Frau und die Bestätigung eines Termins. Donnerstag, zehn Uhr. Der Termin war in der letzten Woche.

„Was davon?“

Die Frau schiebt ihren Finger weiter nach unten.

Anliegen durch angenommenes Ersatzangebot abgeschlossen.

„Ich habe gesagt, dass ich komme. Mehr nicht.“

[…]

„Dienstag konnte man einfach kommen. Ab vier. Ich war nicht jede Woche da, aber oft. Mal hatte ich etwas mit, mal nicht. Ich habe auch anderen geholfen.“

[…]

„Da geht es hin. Und dann bekommt man etwas angeboten. Erst war es Mittwochabend. Da kann ich nicht. Dann Donnerstag.“

„Weshalb haben Sie Dienstag angefragt, wenn die Zeit schon gestrichen war?“

Tessa bleibt über den Tisch gebeugt.

„Weil sie nicht gestrichen sein sollte.“

Alva hört auf zu schreiben.

[…]

„Wir sollten sagen, was uns wichtig ist. Das habe ich gemacht. Dass wir zusammenkommen können. Dass nicht jeder eine Maschine braucht. […] Donnerstags bekomme ich jetzt fünfzig Minuten.“

„Nur für Sie?“

„Mit einer Mitarbeiterin. Die war nett.“

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